Die meisten Menschen haben den Wunsch nach einem Eigenheim, den sie sich einmal erfüllen möchten. In der Regel benötigt man dazu allerdings fremde Hilfe
um eine Immobilie finanzieren zu können, da man nur selten die gesamten notwendigen Mittel selber aufbringen kann. Dieses ist im Rahmen einer
Immobilienfinanzierung auch oft zu realisieren. Der erste Schritt, nachdem man sich für den Kauf bzw. den Bau eines EFH, eines MFH
oder einer Wohnung entschieden hat, ist die Feststellung des Fremdfinanzierungsbedarfs.
Dieser ist im Rahmen einer Immobilienfinanzierung nur selten mit dem Kaufpreis der Immobilie gleich zu setzen. Das liegt vor allem daran, dass man oftmals Eigenkapital zur Verfügung hat, also nicht die gesamte benötigte Summe fremdfinanzieren muss. Zudem
kommen zu den reinen Bau- und Kaufkosten noch weitere Kosten und gebühren wie zum Beispiel Notargebühren und Maklerprovision.
Angebote vergleichen und Art der Zinsgestaltung wählen
Nachdem man den notwendigen Finanzierungsbedarf der Immobilienfinanzierung ermittelt hat, sollte man sich überlegen, durch welche Art von Darlehen man die
Immobilienfinanzierung nutzen möchte. Hier bieten sich vor allem Hypothekendarlehen, aber auch Bauspardarlehen und KfW-Darlehen an. Einige
Direktbanken werben zudem mit Darlehen im Sinne eines Immobilienkredit ohne Schufa.
Gerade im Bereich der Hypothekendarlehen sollte man die Angebote der Banken miteinander vergleichen, da man schon bei geringen Zinsunterschieden aufgrund
der hohen Darlehenssummen und langen Laufzeiten Einiges an Kapital sparen kann und somit auch die monatliche Belastung niedriger ist. Eine wichtige Frage
im Rahmen der Immobilienfinanzierung, ob man nun ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus oder eine Wohnung durch ein Hypothekendarlehen finanzieren
möchte ist, ob man sich für eine Zinsfestschreibung für die Immobilienfinanzierung über 5-15 Jahre oder für einen variablen Zinssatz
entscheiden soll. Generell sollte die Entscheidung der Immobilienfinanzierung davon abhängen, wie die Zinssituation am Markt bei Abschluss der
Finanzierung ist und wie sich die Zinserwartung in den folgenden Jahren darstellt.
Befindet man sich auf einem recht niedrigen Zinsniveau für Immobilienfinanzierungen, sollte man die Zinsfestschreibung bevorzugen, um sich die niedrigen
Zinsen für eine möglichst lange Dauer zu sichern.
Immobilie finanzieren: Vertragsabschluss und Sicherheiten
Nachdem man sich für einen Anbieter entschieden hat und alle Eckdaten der Baufinanzierung wie Darlehenssumme, Art und Höhe der Zinsen, sowie
Laufzeit und Kreditrate feststehen, steht der Bewilligung durch die Bank und dem Abschluss des Darlehens in der Regel nichts mehr im Wege. Zum
Vertragsabschluss gehört nun nur noch, dass man eine Grundschuld als Sicherheit für die kreditgebende Bank auf die zu finanzierende Immobilien im
Grundbuch eintragen lässt. Dabei sollte man darauf achten, dass das Darlehen insgesamt nicht „übersichert“ wird, also keine summenmäßig höheren
Sicherheiten eingetragen werden, als man überhaupt als Immobilienfinanzierung erhalten hat. Den fachlichen Austausch hierüber können Sie unter anderem betreiben auf: www.finanz-forum.eu.
Beim Thema Sicherheiten empfielt es sich auch über eine Restschuldversicherung nachzudenken.
Eine solche Versicherung übernimmt im Falle des Falles die Ratenzahlungen, wenn ein
Versicherungsfall eingetreten ist, der einem die Restzahlung unmöglich macht. So sind Sie auf der
sicheren Seite und es kostet Sie auch nur vergleichsweise geringfügig mehr. Wenn Sie auf die
Restschuldversicherung verzichten, dann sollten Sie auf jeden Fall eine gute
Berufsunfähigkeitsversicherung haben, denn wenn Sie Ihre Arbeitskraft aus welchen Gründen
auch immer verlieren, verlieren Sie auch Ihr monatliches Einkommen. Wenn dann keine
Berufsunfähigkeitsversicherung einspringt um Ihnen das monatliche Gehalt zu gewährleisten,
kommt man schnell in Schwierigkeiten die Darlehenssumme zurückzubezahlen.